Täublingskurs – Russula & Lactarius sicher bestimmen

Einstieg in die Mikroskopie

Täublinge und Milchlinge besitzen wenige, aber sehr charakteristische Merkmale. Im Täublingskurs im Erzgebirge lernst du, Russula‑ und Lactarius‑Arten sicher anzusprechen, relevante Makro‑ und Mikromerkmale zu prüfen und chemische Reaktionen gezielt einzusetzen. So gelingt die Bestimmung ähnlicher Arten zuverlässig und nachvollziehbar.

Täublingskurs auf einen Blick

  • Ort: Erzgebirge / Sachsen – Crottendorf (Pension Kalkberg),
    gut erreichbar aus Chemnitz und Zwickau

  • Termin: 03.–05. September 2027 Wochenende – begrenzte Plätze

  • Zeiten: 09:30–17:00 Uhr

  • Zielgruppe: Pilzinteressierte, Naturfreunde, Einsteiger & Fortgeschrittene

  • Inhalte: Täublinge (Russula) & Milchlinge (Lactarius) – Merkmale, Ökologie und chemische Reaktionen.
    Einstieg in die Mikroskopie: Sporenpräparate erstellen, Ornamentik (Stacheln, Teilnetz, Vollnetz) sicher erkennen und für die Bestimmung nutzen.
    Bestimmungsübungen mit verschiedenen Schlüsseln im Erzgebirge.

  • Kosten: 320 € (inkl. Material)

  • Modus: Theorie, Exkursionen, Bestimmungsarbeit, Mikroskopie‑Grundlagen (eigenes Mikroskop kann gern mitgebracht werden).

Nahaufnahme eines spröde zerbrochenen Täublings mit deutlich sichtbaren Lamellen, liegend zwischen braunen Laubblättern auf dem Waldboden
Typischer Täubling mit sprödem Bruch – zentrales Merkmal der Gattung.

Täublinge & Milchlinge erkennen, verstehen und sicher bestimmen

Täublinge und Milchlinge zählen zu den spannendsten, aber auch anspruchsvollsten Gattungen der Pilzkunde. Einen Täubling als solchen zu erkennen ist meist leicht – die Art sicher zu bestimmen, das ist die eigentliche Herausforderung. Genau hier setzt der Kurs an: klare Makromerkmale, einfache chemische Reaktionen und ein verständlicher Einstieg in die Mikroskopie. Die Sporenornamentik – Stacheln, Teilnetz, Vollnetz – ist leicht erkennbar und hilft, die wichtigsten Täublingsgruppen zuverlässig zu unterscheiden.

Was dich im Täublingskurs erwartet

  • sichere Ansprache von Russula & Lactarius 

  • relevante Makromerkmale erkennen und bewerten

  • Milchlinge anhand Milchfarbe, -verfärbung & -geschmack bestimmen

  • Huthaut, Lamellen, Stiel & Fleisch richtig prüfen

  • Sporenpulverfarben bestimmen

  • Sporenpräparate erstellen und Ornamentik (Stacheln, Teilnetz, Vollnetz) sicher erkennen
  • Reagenzien (Guajak, FeSO₄, SV…) sicher einsetzen

  • typische Arten sicher abgrenzen

  • häufige Täublinge & Milchlinge voneinander abgrenzen

  • Bestimmungsschlüssel sinnvoll nutzen

  • ökologische Zusammenhänge verstehen

Schwerpunkte

Schwerpunkt 1 – Einführung in Russula & Lactarius

Du bekommst einen klaren Überblick über beide Gattungen und ihre wichtigsten Merkmale.
Wir schauen uns an, warum Täublinge spröde brechen und Milchlinge Milch absondern – und wie du diese Eigenschaften sicher erkennst. Typische Fehler bei der Ansprache räumen wir direkt aus und zeigen gleichzeitig wie nah beide Gattungen beieinander sind.

Schwerpunkt 2 – Makroskopische Merkmale

Du lernst, welche äußeren Merkmale wirklich zählen: Hutfarben, Lamellenbau, Stielstruktur, Fleischreaktionen und natürlich die Milch. Wir üben, wie du diese Merkmale im Gelände schnell und zuverlässig prüfst.

Schwerpunkt 3 – Chemische Reaktionen & Sporenpulver

Chemische Reaktionen gehören zur Täublingsbestimmung dazu. Du arbeitest mit Guajak, Sulfovanillin und Eisen(II)-sulfat und lernst, wie du die Ergebnisse interpretierst. Dazu kommt die Bestimmung der Sporenpulverfarbe nach Romagnesi.

Teilnehmende bestimmen im Kurs die Sporenfarbe mit einer Farbtafel.
Sporenstaubfarbe mit Farbkarte bestimmen

Schwerpunkt 4 – Bestimmung in der Praxis & Mikroskopie

Im Gelände sortierst du Funde nach Merkmalgruppen und lernst, wie du Bestimmungsschlüssel sinnvoll einsetzt.
Ein wichtiger Teil ist der Einstieg in die Mikroskopie: Du erstellst einfache Sporenpräparate und erkennst die drei grundlegenden Ornamentik‑Typen – isolierte Stacheln, teilnetzige Strukturen und deutlich netzige Ornamentation. Diese leicht sichtbaren Merkmale helfen dir, Täublingsgruppen zuverlässig einzugrenzen.
So verbinden wir Makro‑, Mikro‑ und Chemieansätze zu einem stimmigen Gesamtbild.

Schwerpunkt 5 – Ökologie & Lebensräume

Du erfährst, welche Bäume und Böden zu welchen Arten passen und wie du ökologische Hinweise für die Bestimmung nutzt. Täublinge und Milchlinge sind hervorragende Zeigerarten – und genau das machen wir uns zunutze.

Für wen ist der Täublingskurs geeignet?

  • Pilzinteressierte mit Grundkenntnissen

  • Teilnehmer/ innen der Wochenkurse  PK I/ PK II , dem Wochenendseminar Grundkurs Pilze

  • angehende Pilzcoaches

  • Naturführer/ innen mit Pilzvorkenntnissen

  • alle, die Täublinge & Milchlinge kennenlernen und sicher bestimmen wollen

Häufig gestellte Fragen?

Wie bestimmt man Täublinge sicher?

Durch die Kombination aus Makromerkmalen, Mikromerkmalen, Sporenpulverfarbe und chemischen Reaktionen wie Guajak, Sulfovanillin und Eisen(II)-sulfat. Im Kurs lernst du, diese Merkmale gezielt zu prüfen und die Sporenornamentik (Stacheln, Teilnetz, Vollnetz) sicher zu erkennen.

Welche Täublings‑ und Milchlingsarten werden im Kurs behandelt?

Typische Arten aus den Gattungen Russula und Lactarius, häufige Verwechslungspartner sowie regionale Arten des Erzgebirges. Du lernst, sie anhand relevanter Merkmale zuverlässig voneinander abzugrenzen.

Fragen ?

per Mail an: info@pilzschule-sachsen.de, oder über ein Kontaktformular.